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VFB Sektion Norddeutschland
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Bauwoche 2002
Und fröhlich klingen die Preßlutfhämmer...
Die Bauwoche 2002 der Sektion Norddeutschland (29.Juli - 3.August)
Es war die größte Baugruppe, die unsere Sektion je an die Furka geschickt
hat - 16 Baufronis plus unsere bewährte "Mutter der Kompanie" Evi in der Küche.
Dazu kamen einige Schweizer "Dauerfronis", die häufig an der Furka
arbeiten und uns immer mit Rat und Tat unterstützten.
Das Rahmenprogramm in diesem Jahr startete mit dem traditionellen
Gässlifest in Realp und dem reichlichen Verzehr von Bratwurst und Bier.
Am Sonntag ging es über die Furka nach Brig zum neuen Depot der
Furka-Oberalp Bahn. Ausführlich wurden Werkstätten, Abstellanlagen und die
teils historischen Fahrzeuge besichtigt - auch ein Besuch im
Führerstand einer Hge 4/4 I war möglich.
Beeindruckend für alle Teilnehmer war die lichtdurchflutete Konstruktion der
Halle und die durchdachte Einrichtung der
Werkstätten - da wurden die Fronis richtig neidisch.
Am Nachmittag dann die Besichtigung der Tunnelbaustelle
Raron des Lötschberg-Basistunnels der BLS.
Bei größter Hitze erfuhr die Gruppe alles über den Vortrieb, die
Baustellenlogisitik und die künftige Anbindung dieses Projekts.
Sonntagabend dann die Baubesprechung mit Walter Willi,
der uns ausführlich über die Fortschritte der Bausaison 2002 informierte
und die anstehenden Arbeiten für die kommende Woche beschrieb.
Bei dieser Gelegenheit hatte unser Kassierer die ehrenvolle Aufgabe,
der Bauabteilung mit einer Barspende über 3000 Franken "unter die Arme zu greifen".
Walter bedankte sich und wird diese Spende für den Depotanbau verwenden.
Dann konnten wir auch endgültig unsere Quartiere beziehen,
die sich vom Campingplatz über Hotel und Wohnmobil im Depot bis zum
Lager "Blueberry Hill" verteilten.
Das Blueberry Hill ist von Größe und Ausstattung sehr gut für die
Fronarbeitergruppen geeignet,
allerdings ist es leider das alleroberste Haus von Realp und nur zu Fuß
zu erreichen - etwas anstrengend nach einem harten Arbeitstag.
Unsere Arbeiten verteilten sich im Prinzip auf drei Baustellen:
Oberhalb von Tunnel 2 hatte Bernd mit seinem Team die Aufgabe,
einen alten, zu engen Wasserdurchlaß unter dem Gleis bei laufendem
Zugbetrieb freizulegen und ein größeres Rohr einzubauen,
um die alljährlichen Überschwemmungen im Tunnel 2 zu verhindern.
Auf Grund einiger Probleme mit den Kompressoren für die Presslufthämmer
und eindringendem Wasser kam das Team nicht so schnell voran wie gehofft,
aber mit Ausdauer und Handarbeit ist ein tolles Stück geschafft worden.
Hinter dem Depot in Realp war Jörn mit seinem Team damit beschäftigt,
alte Fundamente (von den Containern) abzutragen und ein neues
Bachbett zu bauen - alles Vorbereitungen für den eigentlichen
Baubeginn des Kantinentraktes.
Unter Anleitung der Maurerprofis Peter und Paul wurde ein neues
Bachbett betoniert. Der Abschluß mit einer Trockenmauer
war aus höherem Kunstinteresse notwendig.
Viel Knochenarbeit war beim Abtragen der granitharten
Betonschichten notwendig, diverse Preßlufthämmer wurden "geschlissen".
Der Ruf nach Sprengung wurde laut - aber Traugott entwickelte
dann die richtige Technik.
Dazu kam der Rohrbruch der zentralen Abwasserleitung,
so dass die Fronis im wahrsten Sinne des Wortes eine Sch****-Arbeit hatten.
Am Ende der Woche waren der alte Wasserdurchlaß unter dem
Streckengleis geräumt, die Fundamente abgetragen und die Rohrleitungen neu verlegt.
Das dritte Team hatte diverse Aufgaben,
am zeitaufwendigsten war das Sichten, Sortieren, Stapeln und
Transportieren von ca. 40 Tonnen Zahnlamellen,
die im Herbst als plötzliche Gabe der FO zur DFB gelangt waren.
Dank Radlader, Gabelstapler und Kranwagen konnte viel Handarbeit vermieden werden.
Des weiteren verlegte diese Gruppe die Schienen für Gleis 3 des
Einsteigebahnhofs - neben vielen anderen Transport- und Räumarbeiten.
Am 1. August hatten die "Neulinge" die Gelegenheit,
mit dem Dampfzug Realp-Gletsch-Realp zu fahren.
Am Samstag Nachmittag waren alle ziemlich geschafft von einer
anstrengenden Woche mit durchwachsenem Wetter - aber der
Sonnenschein überwog doch deutlich.
Das Abschlussessen - diesmal auf dem Gotthardpass - beendete
eine erfolgreiche Woche.
Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder mit so einer
motivierten und erfahrenen Gruppe an der Furka!
Letzte Änderung: 18.08.2002